Hat#s der Anwalt schon gezwitschert?!

Anwalt und Kommunikation

Vom Tweet zum Post auf Facebook und XING - wie Anwälte mittels Social Media auf sich und ihr Know-how aufmerksam machen.

Von Thomas Rothenstein, Ass.jur, ProJurTexter-Rothenstein.

Kaum ist das Urteil in einem vielbeachteten Straf- oder Zivilprozess verkündet und schon setzt der Strafverteidiger/Klägervertreter einen Tweet noch bevor es bei den Agenturen über den Ticker läuft  – immer öfter bedienen sich auch Rechtsanwälte Social Media.

 

Mit Twitter, Facebook und XING bieten sich Kanzleien interessante Plattformen für die PR in eigener Sache und der Kommunikation juristischen Know-hows über mehrere Kanäle (gleichzeitig) hinweg.

 

Vom Tweet zum Post auf Facebook und Gruppenbeitrag auf XING:

 

Wer seine Zielgruppe über mehrere Plattformen hinweg bedienen will, braucht zuallererst aber eine klare Strategie und Vorstellung davon Wann, Was, in welcher Form und Wie Oft er in welchen Kanal kommuniziert.

 

Der Tweet kann ein perfekter „Küchenzuruf“ im Sinne von „Unglaublich! Stell Dir vor - Krauses haben im Lotto gewonnen!“ sein, mit dem man beim Leser Aufmerksamkeit erregt und sein Interesse weckt, um ihn dann zum Blog-Beitrag auf der Homepage beziehungsweise aktuellen Post auf der Facebook-Seite der Kanzlei zu führen.

 

Ob Anlass oder Themen bezogen – Inhalte müssen dem jeweiligen Format entsprechend auf - und bei Bedarf auch nachbereitet werden.

 

Egal ob Sie ein vor Gericht gewiefter Strafverteidiger oder Medien-Anwalt sind: Ihre Geschichte muss außerhalb des Gerichtssaales über alle Formate hinweg spannend und überzeugend erzählt werden – ob nun mit 140 oder mehr als 500 Zeichen.

Nur wer beizeiten gelernt hat, beim Schreiben konsequent durch die Brille des Lesers zu schauen und sich auch jenseits seiner juristischen Sprachebene artikulieren kann, der wird auf langfristiges Interesse bei seiner Zielgruppe stoßen.

 

Da kann die Beschränkung auf 140 Zeichen schon eine Herausforderung sein, aber der schlechte Geschichtenerzähler bleibt auf einer Plattform wie Facebook oder auf dem eigenen Blog schlichtweg auf der Strecke, wenn er seine Leser mit langweiligen und gar lehrbuchartigen Ausführungen zum Kaufrecht gespickt mit Zitat-Wüsten aus einschlägigen Entscheidungen des BGH drangsaliert.

 

Schreiben, posten Sie daher immer auf Augenhöhe mit Ihrer Zielgruppe.

 

Und da alle Kanäle, die Sie bedienen, auf die Homepage Ihrer Kanzlei führen sollten, sind das eben nicht die lieben Anwalts-Kollegen oder die Richter, sondern die von Ihnen gewünschten Mandanten.

 

Zielgruppe ist der Steuerhinterzieher, der sich mit einer Selbstanzeige plagt, die scheidungswillige Ehefrau mit Kindern oder ein Unfallverursacher, der sich einem Strafverfahren ausgesetzt sieht.

 

Alle wollen mit einer spannenden Geschichte abgeholt werden: Einer Geschichte, die ihnen erzählt, wie die Lösung ihrer Krise aussieht, und dass genau Sie als Anwalt derjenige sind, der das Problem löst.

 

Social Media bietet Anwälten zwar die Möglichkeit über mehrere Kanäle hinweg mit ihrer Zielgruppe in einen Dialog zu treten, der vom geweckten Interesse sogar zum Mandat führt - aber nur, wenn die Inhalte richtig aufbereitet und das Management über alle Kanäle stimmig ist.

Viele Grüße, Ihr ProJurTexter-Rothenstein. Der Texter für Anwälte.

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