Anwalt im O-Ton

Anwalt und Kommunikation

Gastbeitrag, Themenseite oder Experteninterview - für Rechtsanwälte bietet das Medium Print interessante Möglichkeiten für die Außendarstellung ihres juristischen Know-how.

Von Thomas Rothenstein, Ass.jur, ProJurTexter-Rothenstein.

Die bombensicher geglaubte Finanzanlage entpuppt sich als Mogelpackung, an der nur der freundliche Bankberater mittels saftiger Abschlussprämie verdiente, oder der so scheinbar umweltfreundliche Dieselmotor eines Wolfsburger Unternehmens gaukelte in Wirklichkeit nur mithilfe geschickter Softwaremanipulation seine beworbenen Abgaswerte vor. Immer wieder halten Skandale die Verbraucher in Atem und der gute Rat des (Rechts-) Experten ist da rasch ein meistgesuchter.

 

Für Anwälte lohnt es sich deshalb nicht nur regelmäßig die Tagespresse zu verfolgen, sondern auch darin vorzukommen. Und zwar als Experte und am Besten noch im Originalton.

 

Der zuständige Redakteur einer regionalen oder überregionalen Tageszeitung braucht eine juristische Einschätzung der Folgen für die betroffenen Kunden und Verbraucher. Im Idealfall greift er zum Hörer und holt sich den Expertenrat bei Ihrer Kanzlei. Denn dort findet er genau den richtigen Ansprechpartner, der ihm die nötigen Fachinformationen druckreif und für die Leser verständlich liefert. Sei es in Form eines Zitates oder noch besser, eines Interviews, das Eingang in die nächste aktuelle Ausgabe findet und auf dem Frühstückstisch der Leser landet.

 

Zudem haben viele Zeitungen eigene Rubriken, in denen regelmäßig Artikel zum Thema Recht erscheinen oder bieten ihren Lesern als Service wechselnde Themenseiten an, auf denen sich Rechtsanwälte zu Schwerpunkten, wie Miet-, Arbeits- oder Familienrecht äußern.

 

Besser als jede Werbeanzeige kann so ein nachhaltig positiver Eindruck von der Fachkompetenz bei potenziellen Mandanten erzeugt werden, da mit einem klaren Mehrwert für den Leser verbunden.

 

Um sich nun als Autor oder Interviewpartner zu empfehlen, braucht es neben einem interessierten Ansprechpartner in der Redaktion, vor allem die Fähigkeit, das juristische Fachwissen interessant und verständlich dem Leser darbieten zu können.

Im Vorteil ist, wer bereits auf journalistische Erfahrung zurückgreifen kann. Aber auch wer auf dem Blog seiner Homepage oder auf einem der sozialen Netzwerke wie Facebook seine Leserschaft mit zielgruppengerechten Ansprache bedient, sollte den nächsten Schritt, hin zu einem eigenen redaktionellen Beitrag in einer Lokal- oder Tageszeitung, wagen.

 

Um allerdings Artikel platzieren zu können oder gar, wie im obigen Beispiel, aktiv vonseiten eines Redakteurs angesprochen zu werden, bedarf es in den meisten Fällen zunächst einer langfristigen und nachhaltigen Pressearbeit, gemäß dem Ausspruch: „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

 

Was natürlich die Frage aufwirft, ob sich dieser Aufwand für eine Ein-Mann/Frau-Kanzlei oder kleinere Kanzleien bewerkstelligen lässt – das Tagesgeschäft will ja auch bewältigt sein.

 

Letztlich liegt die Antwort in der persönlichen Motivation und dem Willen, sich in der Öffentlichkeit über die tägliche Arbeit hinaus publizistisch bekannt zu machen.

 

Denn auch wenn Tageszeitungen vermehrt um ihre Abonnenten und gegen sinkende Zahlen bei der Auflage kämpfen müssen, bleibt das Medium Print schon aufgrund seiner Reichweite weiterhin ein interessantes Feld für Rechtsanwälte, um sich und ihr Expertenwissen wirksam bei der Zielgruppe zu präsentieren.

 

Ein Umstand, der angesichts eines sich weiter ausdifferenzierenden und wachsenden Marktes an Rechtsberatungsangeboten, nicht zu unterschätzen ist.

 

Also, bleiben Sie dran und erfahren Sie im zweiten Teil von „Anwalt im O-Ton“ mehr zum Thema Pressearbeit für Rechtsanwälte.

Viele Grüße, Ihr ProJurTexter-Rothenstein. Der Texter für Anwälte.

Tipps fürs bessere Texten mit einem Text-Fahrplan gibt es hier.



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